Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Was ist eine Jeschiva

Jerusalem, 7. März 2008 – Nach dem Anschlag auf die „Jeschivat Merkaz Harav“ gab es in den Medien große Verwirrung, wie diese Erziehungseinrichtung  in Jerusalem benannt werden sollte: Rabbinerseminar, jüdische Priesterschule, Siedlerschule und vieles mehr.
„Jeschiva“ (Plural: Jeschivot)ist eine fromme jüdische Erziehungsanstalt, in der nur junge Männer studieren, während die Mädchen separat in „Instituten“ lernen.

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„Er war ein guter Junge“

Jerusalem, 7. März 2008 – Allah Abu Dehaim, 25, war ein „guter Junge“, sagt sein Cousin Mohammad vor dem riesigen blauen Trauerzelt der Familie. Am Donnerstag Abend hatte Daheim, mit einem Schnellfeuergewehr, mehreren Pistolen und sehr viel Munition in der „Jeshivat Merkaz Harav“ ein Blutbad angerichtet, acht Schüler zwischen 16 und 26 Jahren ermordet und weitere verletzt. „Mit uns hat er nie über Politik gesprochen“, erzählt Muhammad, der auf der Terrasse der Neubauvilla der Familie Dehaim stehend. Er gab Interviews im Fließband. In der Ferne sieht man die von den Israelis errichtete Trennmauer im Osten Jerusalem, die judäische Wüste und sogar die Berge Jordaniens. Dschebel Mukaber, eigentlich ein Dorf und heute ein Viertel Jerusalems, grenzt an das von Juden bewohnte Viertel „Armon Hanatziv“. Keine Mauer und kein Zaun trennen zwischen beiden Viertel, die dennoch wie zwei Welten wirken.

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EU korrigiert ihre Verurteilung

Jerusalem, 7. März 2008 – Die EU Präsidentschaft hat eine scharfe Verurteilung des Terror-Anschlags veröffentlicht. Allerdings folgte einer ersten Version eine zweite, mit der Bitte, den ersten per Email anderthalb Stunden zuvor verschickten Text nicht zu beachten.

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Schwerer Anschlag in Jerusalem

Jerusalem, 6. März 2008 – Zwei bewaffnete Palästinenser, so die ersten Informationen, drangen am Abend in eine der bekanntesten Talmudschulen Jerusalems ein, Jeschivat Merkas Harav Kook. Noch ist unklar, ob es einen Wächter vor dem Tor der Schule gab, wo mehrere hundert Talmud-Schüler versammelt waren. Die Terroristen, hätten blindlings um sich geschossen, als sie die Hauptsynagoge in dem Gebäude erreichten, die auch als Studiersaal dient. Was genau passierte, nachdem sie das Feuer eröffnet hatten, ist noch unklar. Gemäß ersten nicht-endgültigen Informationen habe es acht israelische Tote gegeben. Bei dem Feuerwechsel, wobei unklar ist, wer da zurückgeschossen hat, wurden auch die beiden Terroristen getötet. Die Rettungsdienste berichteten von „dutzenden“ Verletzten, wobei einige mit dem Leben kämpfen. Zeitweilig mussten alle Polizisten und Sanitäter das Gebäude räumen. Per Lautsprecher wurde vor einem dritten Terroristen gewarnt, der eine Sprengjacke tragen könnte.

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Israelischer Soldat getötet

Ein Soldat der israelischen Armee ist heute an der Grenze zum Gaza-Streifen durch einen Sprengsatz getötet worden, den palästinensische Terroristen nahe seinem Jeep gezündet hatten. Zwei weitere Soldaten wurden leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich nahe der Kreuzung Kissufim.

Sowohl die Hamas als auch der Islamische Jihad nahmen den Anschlag für sich in Anspruch.

(Yedioth Ahronot, 06.03.08)

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