Pasdaranchef kündigt einen asymmetrischen Krieg an

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Pasdaranchef kündigt einen asymmetrischen Krieg an

 

 

General Seyyed Yahya Safawi war bis zum 1.9.2007 Chef der „Pasdaran der Islamischen Revolution“, der iranischen Revolutionsgarden. Er wurde vom Führer der „Islamischen Republik Iran“, Ali Khamenei, persönlich entlassen und zum Berater des neu gewählten Chefs, General Mohammad Ali-Asis Jafari gewählt.

 

 

Khamenei entlässt den Chef der Pasdaran

 

Safawi soll für die Freilasssung von 15 britischen Matrosen verantwortlich gewesen sein, die von Pasdaran-Milizen verhaftet worden waren.[1] Deswegen hatte er, der dem Lager der Reformislamisten zugeordnet wird, Rügen erhalten. Zudem war er gegen die Vergrößerung der Wirtschaftsmacht der Pasdaran. Sunday Times berichtet, dass die mafiaartig organisierten 100 Wirtschaftsunternehmen in verschiedenen Branchen, von der Hühnerfarm bis zur Ölindustrie, ein Wirtschaftsvolumen von 12 Milliarden Dollar kontrollieren.[2]

 

Der religiöse Führer ist der Oberbefehlshaber über die gesamten militärischen Einheiten des Iran, der Luftwaffe, der Marine und der Bodentruppen.

Wie Ali Khamenei persönlich in seinem Entlassungsschreiben hervorhob, diente Safawi an den Fronten des achtjährigen Krieges gegen den Irak. Dieser Krieg [1980-88] wurde von den iranischen Politikern als die „Heilige Verteidigung“ bezeichnet. In den letzten 10 Jahren diente Safawi als Befehlsgeber der „Pasdaran der islamischen Revolution“.[3]

 

 

Iranische Medien empört

 

Iranische Medien empörten sich über einen Fehler, der sich in einer Meldung der persischsprachigen BBC-Website eingeschlichen hatte.[4] BBC hatte den ernannten Nachfolger Mohammad Ali-Asis Jafari, der zuvor Chef der Bodentruppen der Pasdaran gewesen ist, mit einer anderen Person, die fast den gleichen Namen trägt, Mohammad Jafari, Sekretär des Obersten Rates der Nationalen Sicherheit, verwechselt.[5]

 

 

Wer ist Mohammad Ali-Asis-Jafari?

 

Hamshahri schilderte wie folgt seinen Lebenslauf. Er sei 1957 geboren und habe sich aktiv an den Demonstrationen zum Sturz des Schahs beteiligt. Während der Revolution sei er von dem Schah treuen Polizisten verhaftet worden und nach dem Sieg der Revolution sei er wieder freigelassen worden. Als Bassiji sei er an die Kriegsfront gegangen und im Jahre 1981 sei er Mitglied der Pasdaran geworden. Im Krieg gegen den Irak habe er verschiedene Einheiten geleitet, wie die Ashura-Einheit. Nach dem Krieg habe er Architektur studiert. Während seines Studiums habe er leitende Funktionen bei den Bodentruppen der Pasdaran inne gehabt. 2005 habe er das „strategische Zentrum“ der Pasdaran gegründet und es seitdem geleitet.[6]

 

 

Jafari droht mit einem asymmetrischem Krieg

 

Nachdem Ahmadinejad angekündigt hat, dass man den Forderungen des UN-Sicherheitsrates nicht nachkomme und das Urananreicherungsprogramm nicht stoppen werde, und sogar 3000 Zentrifugen in Betrieb genommen habe,[7] kamen eindeutigere Töne aus den USA. Immerhin scheint der Iran die IAEA an der Nase herumzuführen, denn die IAEA hat lediglich rund 1000 dieser Anlagen zu Gesicht bekommen. Demnach muss angenommen werden, dass der Iran geheime Anlagen besitzt.

 

Nachdem die Sunday Times Alexis Debat, Sicherheitsexperte des Nixon-Center, zitiert hatte, wonach Angriffe auf 1200 militärische Ziele im Iran in einem dreitägigen Blitzkrieg geplant seien,[8] meldete sich auch Jafari, Chef der iranischen Revolutionsgarden.

 

Die Pasdaran seien in der Lage von der „Nähe und von der Ferne dem Feind Schläge zu erteilen.“ Die Pasdaran seien eine „lernende Einheit“.

Er sprach über den asymmetrischen Krieg: „Der asymmetrische Krieg ist eine Kriegsart, die wir während der „Heiligen Verteidigung“[9] praktiziert haben. Er fügte hinzu: „Denn während dieses Krieges gab es eine große Ungleichheit zwischen uns und dem Feind. Dennoch waren die Unterschiede nicht so groß, dass wir von einem asymmetrischen Krieg gesprochen haben. Aber da die materielle und technologische Stärke des Feindes heute höher ist, müssen wir bei der Auswahl der Widerstandsformen Verteidigungsmethoden anwenden, die adäquat sind. Dies wäre dann eine Form des asymmetrischen Krieges. Das Vorbild eines solchen Krieges war der 33-tägige Krieg im Libanon.“[10]

 

 

„Der große Teufel, Amerika, will eine Weltdiktatur errichten“

 

Tatsächlich hat der Führer der islamistischen Diktatur im Iran, Ali Khamenei, vor wenigen Wochen schon angekündigt, dass „keine Macht die Atomtechnologie des Iran verhindern“ werde. Er sprach im Namen der iranischen Gesellschaft und jagt diese in frenetischer Verblendung ins Verderben: „Der große Teufel, Amerika, will eine Weltdiktatur errichten und will das Naturrecht der Völker unterdrücken. Sie rebellieren in Wirklichkeit gegen die menschlichen Gesellschaften, bezeichnen aber das edle iranische Volk als rebellisch. Wenn aber die Unterstützung der Unterdrückten und der Widerstand gegen die Unterdrücker rebellisch sein bedeutet, dann sind wir mit stolz rebellisch.“[11]

 

 

 

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