Gräber berühmter Deutscher in Jerusalem geschändet

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Auf dem britischen Friedhof auf dem Zionsberg haben Unbekannte 15 christliche Gräber zertrümmert. Kreuze wurden zertrümmert und Grabsteine umgeworfen. Auf dem Friedhof sind berühmte Deutsche begraben, darunter Johann Ludwig Schneller, dem Gründer des syrischen Waisenhauses, das heute ein Wahrzeichen Jerusalems ist, und der Kgl. Württ. Baurat Conrad Schick, einer der bedeutendsten Erforscher Jerusalems im 19. Jahrhundert. Geschändet wurde auch das Grab von Edmund Schmidt, dem 1916 verstorbenen Generalkonsul des Deutschen Reiches zu Jerusalem.

Auf dem deutschen Kriegerfriedhof in dem Areal sind Soldaten begraben, die an der Seite der Osmanen im Ersten Weltkrieg gegen die Briten gekämpft haben. Im Wechsel mit dem deutschen Soldatenfriedhof in Nazareth lädt die deutsche Botschaft in Tel Aviv jedes Jahr am Volkstrauertag zu einer Gedenkfeier ein, zu der auch Militärattachés der heutigen NATO-Partner kommen, während Vertreter der israelischen Armee bisher „aus Rücksicht“ nicht geladen worden sind.

Wie die Zeitung Haaretz meldete, habe die Polizei sechs Jugendliche in Haft genommen. Da sie zwischen 13 und 18 Jahre alt sind, wurden sie unter „Hausarrest mit Auflagen“ gestellt. Vier junge Männer seien von Polizisten „auf frischer Tat“ ertappt worden, wie sie mit Betonblöcken die Grabsteine zertrümmerten. Sie hätten aus „nationalistischen Motiven“ gehandelt, erklärte ein Polizeisprecher der Zeitung Jerusalem Post.

Es handelt sich um extremistische Juden, die in Hochschulen nahe dem  traditionellen Grab des Königs David studieren.

Ein Mitarbeiter der benachbarten deutschen Dormitio Abtei, deren Grundstück dem Kaiser Wilhelm II vom Sultan in Istanbul gestiftet worden ist, sagte, dass die Gräber zwischen 13 und 14 Uhr Mittags geschändet worden seien.

In jüngster Zeit hat es Vandalismus auf verschiedenen Friedhöfen Jerusalems gegeben, so auf dem  3.000 Jahre alten jüdischen Friedhof auf dem Ölberg und dem katholischen Friedhof auf dem Zionsberg, wo der berühmte Judenretter Oskar Schindler begraben liegt.

Die Täter dieses Vandalismus sind arabische Extremisten, vor allem auf dem Ölberg und extremistische ultraorthodoxe Juden, die gegen christliche Gräber vorgehen.

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