Flüchtlinge in Nahost – Serie: 60 Jahre

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Jerusalem, 23. April 2008 – Der Staat Israel zählte nach seiner Gründung 1948 nur 650.000 jüdische und 160.000 nichtjüdische, größtenteils muslimische Einwohner.
Nach Angaben der UNO flohen infolge des Krieges 1948 etwa 750.000 Araber aus dem Gebiet, auf dem der Staat Israel im ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina entstanden ist. 54 Prozent dieser Flüchtlinge haben Palästina nie verlassen. Sie verschlug es ins damals jordanisch besetzte Westjordanland und in den ägyptisch besetzten Gazastreifen, insgesamt 470.000 Menschen. Sie füllen bis heute die Flüchtlingslager, die nahe allen bestehenden arabischen Städten, darunter Hebron, Bethlehem, Ramallah und Jerusalem.
10 Prozent, 75.000 Menschen, flohen nach Jordanien, das bis 1921 ebenfalls Teil von Palästina war.
Ins nicht-Palästinensische Exil, nach Libanon, Syrien, Irak und Ägypten flohen die übrigen Flüchtlinge, wobei Libanon (100.000) und Syrien (75.000) die Hauptlast trugen. Die UNO zählt mit den Nachkommen heute 3,7 Millionen registrierte und zusätzlich 1,5 Millionen nicht registrierte palästinensische Flüchtlinge.
Bis 1972 gelangten nach UNO-Schätzungen etwa 585.500 Juden aus der arabischen Welt nach Israel darunter 260.000 aus Marokko und etwa 130.000 aus Irak. In vielen arabischen Ländern, darunter Libyen, Irak, und Libanon sind die teilweise 3000 Jahre alten jüdischen Gemeinden ausgelöscht worden.

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