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Honestly Concerned e.V.

AUSZUG AKTUELLER MELDUNGEN ZUM THEMA IRAN AUS UNSEREM TÄGLICHEN NAHOST-NEWSLETTER…

HONESTLY CONCERNED   Die Türkei ignoriert die USA
Es geht um billiges Gas aus dem Iran. Die „Islamische Republik Iran“ ist beim Ausbau ihrer Energieindustrien auf ausländisches Kapital angewiesen. Die Türkei und einige andere europäische Staaten wollen in die Gasproduktionsanlagen investieren, um den eigenen Gasbedarf zu decken. Die Türkei schafft als Transitland die Voraussetzungen für den Export des iranischen Gases nach Europa.
Der iranisch-türkische Energiehandel unterminiert den Druck der USA auf den Iran
Die Türkei und der Iran unterzeichneten ihren ersten Gas-Exportvertrag im Jahre 1996. In den letzten Jahren ist des öfteren im Winter der Gas-Export in die Türkei zum Erliegen gekommen. Dies führte zu Engpässen in der Türkei. Die Türkei ignoriert mit aller Kraft die US-amerikanische Boykottpolitik gegenüber dem Iran.
Die iranische Regierung sucht internationale Investoren für die Fertigstellung der Gas-Produktionsanlagen von Parse-Jonubi. Diese verfügt über 14 Trillionen Kubikmeter Gas und ist die größte Gasanlage des Iran. In die ersten zehn „Phasen“ [Teilbereiche] dieser Anlagen wurden bisher 25 Milliarden US-Dollar investiert. Internationale Ölfirmen waren daran beteiligt. 14 weitere „Phasen“ müssen noch errichtet werden.
Einige Erdölunternehmen sind sich offenbar nicht sicher, ob sie in die Anlagen investieren sollen. Als Gründe werden das Problem des iranischen Atomprogramms und Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates angeführt. Dennoch scheinen neue iranisch-türkischen Verhandlungen in Gang zu kommen, die insbesondere die Bemühungen der USA, Iran unter Druck zu setzen,  unterminieren.
Das Nabucco-Pipeline-Projekt, das den Bau einer Erdgaspipeline von der iranisch-türkischen Grenze bis in das österreichische Baumgarten an der March nahe der slowakischen Grenze vorsieht, könnte somit in nicht weiter Zukunft realisiert werden. 

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Pasdaran und die Hisbollah

Pasdaran und die Hisbollah     Der Iran verheimlicht schon lange nicht mehr, was islamischer Revolutionsexport für ihn bedeutet. Das im folgenden dokumentierte  Interview mit Ali Akbar Mohtashempour zeigt dies…

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AUSZUG AKTUELLER MELDUNGEN ZUM THEMA IRAN AUS UNSEREM TÄGLICHEN NAHOST-NEWSLETTER…

WELT – Afghanistan zwischen Iran und dem Westen
Wahied Wahdat-Hagh von Wahied Wahdat-Hagh, Kolumnist für WELT DEBATTE 17.08.2007 – 13.37 Uhr
Auf dem Weg nach Schanghai besuchte der iranische Präsident die afghanische Hauptstadt Kabul. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder soll vertieft werden. Der Iran versucht seinen Einfluss in Afghanistan zu stärken und die westliche Position zu schwächen.
Wie die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok berichtete, haben der iranische Präsident Ahmadinejad und der afghanische Präsident Karzai ein 6 Punkte Memorandum unterzeichnet. Die iranische Regierung will den Afghanen beim Aufbau von afghanischen Institutionen in der Landwirtschaft und bei der Ausbildung von Veterinärmedizinern helfen. Zudem wird der Iran beim Bau einer Straße von 110 km Länge helfen. Weiterhin will der Iran u.a. in Wasseraufbereitungs anlagen investieren und beim Aufbau der medizinischen Fakultät der
Kabuler Universität helfen. 
 
Iran hat nackte wirtschaftliche Interessen am afghanischen Markt. Präsident Ahmadinejad knüpft an die außenpolitische Initiative seines Vorgängers, Mohammad Khatami, an und setzt auf regionale Verbündete und iranische Exportvorteile. Die deutsche Bundesagentur für Außenwirtschaft, bfai, meldete schon im April diesen Jahres, dass der Iran vorhat, Afghanistan verstärkt beim Wiederaufbau zu unterstützen. Iran lieferte allein zwischen März 2005 bis März 2006 Waren im Wert von 232 Mio. US-Dollar
nach Afghanistan. Der iranische Ölexport ist in diesem Betrag nicht enthalten. IRNA meldete, dass die iranischen Exporte nach Afghanistan im letzten Jahr um 300 Mio. Dollar betragen haben, dagegen betragen die Importe aus Afghanistan lediglich drei Mio. Dollar. 

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